Archiv für November 2014

#Ameos: Streikende beschenken die, die Notdienst leisten

Politik informiert sich im Streiklokal

Heute beschenkten die Streikenden ihre Kollegen und Kolleginnen, die Notdienst auf den Stationen leisten. Viele dieser Kolleginnen und Kollegen würden gerne sichtbar streiken und verhandeln, wie viel die gute Arbeit der Fachkräfte wert ist. Es soll wieder der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes gelten. So wie bisher, bis das Unternehmen ihn aufkündigte und jegliche Verhandlung verweigerte. Grund genug für die Streikenden, Besucher aus den Parteien zu befragen.

Von der SPD ist Frank Henning gekommen. Die Skepsis ist spürbar, als er sein Tun darstellt. Schließlich habe man das Krankenhaus verkauft, weil das billiger sein soll. Doch zu viele der hier Beschäftigten haben dafür zu zahlen. Und nun auch noch die Arroganz, nicht einmal verhandeln zu wollen. „Ihr verkauft die Verantwortung und prüft nicht mal, ob Verpflichtungen, Gesetze und Verträge auch eingehalten werden.“ meint ein aufgebrachter Kollege und sehr viel ruhiger ergänzt eine Kollegin: „Auch ihr tragt Verantwortung dafür, dass wir hier jetzt streiken müssen und das die Patienten schwere Zeiten durchstehen müssen! Aber die unterstützen uns wenigstens.“

Frank Henning nimmt viele Informationen mit und wird Kontakt zu den Streikenden halten. Um über die Auswirkungen von Privatisierungen zu informieren, ist AMEOS eines von vielen Beispielen. Die AMEOS- Beschäftigten hoffen, dass informierte Politiker Einfluss nehmen.
Die Gewerkschaftsgrünen, eine Arbeitsgemeinschaft von Bündnis 90 die Grünen, kommen später auch vorbei und sind überrascht, wie viel der Streik ans Licht bringt. Unsicher, wie sie zwischen Solidarität und politischer Verantwortung Stellung beziehen können, bekommen sie Hilfe von den Streikenden. „Die CDU- Landesregierung hat das Landeskrankenhaus verkauft. Fragt doch eure jetzige Regierung, wie es aussieht mit der verkauften Verantwortung und was zukünftig daraus wird!“ Der Auftrag ist klar und es gibt einige, der sehr gern ins Detail gehen. „Das Geschäft mit der Gesundheit will gute Arbeit nicht bezahlen. Die gesicherte Daseinsvorsorge ist der Job der Parlamente. Macht eure Arbeit!“, mahnt Nicole Verlage an. Volker Bajus nimmt viele Informationen mit nach Hannover.

Not bei AMEOS. Darum dreht sich der Streik. Not heißt: noch ohne Tarif.
Die Beschäftigten streiken, um Verhandlungen zu erzwingen. Die privaten Betreiber des ehemaligen Landeskrankenhauses wollen es aussitzen und spielen mit dem Feuer. Erzwingungsstreik, um überhaupt in Verhandlungen zu kommen ist das, was immer mehr Menschen empört. Hunderte haben es mit Unterschriften bestätigt. „Hier steht maximaler Gewinn gegen Gesundheit. Auf Kosten der Beschäftigten und Patienten. Eine Pflicht zu Verhandlungen macht mehr Sinn, als unsere Verfassungsrechte in Frage zu stellen!“, sagt beim solidarischen Besuch der DGB- Vertreter Olaf Cramm.

Quelle: Pressinfo von ver.di (Bezirk Weser-Ems; FB Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen)

mehr: ver.di Nds.; ver.di @ Ameos (Osnabrück und Hildesheim)

#TTIP & CETA: die Schiedsgerichte

Konzernklagen vor privaten Schiedsgerichten gehören zu den vorgesehenen Mechanismen der Freihandelsabkommen TTIP und CETA.

Dieses Video erklärt in 180 Sekunden, wie das funktioniert: