Archiv für Mai 2015

1.500 Jugendliche beim SDAJ-Festival

Am Pfingstmontag endet das von der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) organisierte Festival der Jugend in Köln, das über das verlängerte Wochenende mehr als 1.500 Besucher und mehr als 650 Dauergäste angezogen hat. Die SDAJ zieht eine positive Bilanz der Veranstaltung, nicht zuletzt, weil es gelungen ist, viele andere politische Jugendorganisationen für das Festival zu begeistern. Das ganze Pfingstwochenende lang feierten die Festivalbesucher an den Rheinwiesen in Köln, bevor es am Pfingstmontag gemeinsam an Abbau und Abreise geht.

Festival der Jugend 2015

Nachdem das letzte Festival der Jugend bereits drei Jahre her ist, hat sich die SDAJ ordentlich ins Zeug gelegt um in diesem Jahr breite Kreise an Jugendlichen unter dem Motto »Make capitalism history – Die Zukunft gehört uns!« aufs Festivalgelände zu locken. Das selbstorganisierte Festival hat mittlerweile die Dimension eines kommerziellen Musikfestivals. Das ist beachtlich, denn auch wenn Konzerte, Party, Sport und Kulturprogramm nicht zu kurz kommen, steht das politische Programm im Vordergrund. Großer Beliebtheit erfreut sich beispielsweise die Runde »Meinst du, die Russen wollen Krieg?«, in der Redakteure der Tageszeitung »junge Welt« und der Wochenzeitung »Unsere Zeit« über die Rolle Russlands im Ukraine-Konflikt diskutierten. Mit einer Podiumsdiskussion, einem Antirepressionsworkshop und dem Konzert am Samstagabend stimmten sich die Jugendlichen außerdem auf die Proteste gegen den G7-Gipfel in zwei Wochen ein.

Mit Skatepunk von Narcolaptic, über Rap von S. Castro und Derbst One bis Klezmer von Daniel Kahn war für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Und noch etwas macht das Festival zu etwas besonderem: Hier packt jeder mit an. Das Festival ist von den Jugendlichen der SDAJ selbst organisiert worden. Und weil hier niemand darauf aus ist, Gewinn zu machen, sind auch die Essens- und Getränkepreise niedrig.

Festival der Jugend 2015

»Besonders gefreut habe ich mich, dass wir in diesem Jahr so viele Unterstützer gewinnen konnten. 29 politische Organisationen haben das Festival unterstützt, vier Medienpartner haben im Vorhinein die Werbetrommeln gerührt und die Naturfreundejugend NRW, sowie die Deutsche Kommunistische Partei haben von Anfang an überall mit angepackt«, meint Paul Rodermund, Bundesvorsitzender der SDAJ. Auch viele internationale Gäste waren auf dem Festival anzutreffen. Der Belgier Peter Mertens las aus seinem Bestseller »Wie können sie es wagen?«, griechische Kommunisten berichteten vom Widerstand gegen die Erpressungspolitik der Troika und Ukrainer warben für Solidarität mit den Kämpfen im Donbass.

Was so viele Jugendliche am Festival der Jugend begeistert hat, brachte Florian Hainrich aus Kiel auf den Punkt: »Uns verbindet mehr als nur ein paar durchtanzte Nächte. Wir wollen den Kapitalismus zur Geschichte machen und das Festival der Jugend ist eine einmalige Gelegenheit um mit Aktivisten aus allen Ecken der Welt zu diskutieren wie das gelingen kann. Ich fahre mit vielen neuen Ideen und neuem Elan nach Hause – Das nächste Festival der Jugend kann ich jetzt schon kaum erwarten.«

Karl auf dem Festival

Übernommen von red globe
Fotos: SDAJ

Fotogalerie »Festival der Jugend, Köln Pfingsten 2015« von redpicture

VVN-Veranstaltung

6. Juni 2015, 20 Uhr
Stadtgaleriecafé Große Gildewart 14
Uwe Neubauer liest „Nach Mitternacht“ von Irmgard Keun
Musikalische Begleitung: Gewerkschaftschor „Roter Akkord“
Eine Veranstaltung der VVN Osnabrück
Eintritt frei.

Osnabrücker Arbeiter*innen gegen Hitler

LissyRiekeStr

Viele kaufen an der „Lissy-Rieke-Straße“ ein – doch wer weiß etwas über diese junge Frau aus Osnabrück, die ihr Leben im Kampf gegen die Nazis verlor?
Der Widerstand aus der Arbeiterbewegung ist wenig bekannt. Im 70. Jahr nach der Befreiung vom Hitlerfaschismus möchten wir dazu beitragen, dass sich das ändert.
Darum laden wir ein zu einer Veranstaltung über Verfolgung und Widerstand, bei der es besonders um die Lebenswege von Ludwig Landwehr, Lissy Rieke und anderen Hitlergegnern aus der Osnabrücker Arbeiterbewegung gehen soll.

Mittwoch, 20. Mai 2015, 19:00 Uhr
Lagerhalle Osnabrück, Raum 207

Griechenland-Solidarität

22. Juli 2015, 19 Uhr
Lagerhalle Osnabrück, Raum 207
Solidarität mit der griechischen Bevölkerung
eine Einladung von attac Osnabrück

Befreiung!

Tag der Befreiung vom Faschismus