Archiv für Mai 2017

Warum ich für die DKP zum Bundestag kandidiere

Joachim Bigus aus Osnabrück ist 58 Jahre alt. Von Beruf ist er Werkzeugmacher. Der IG-Metaller ist auch Antifa- und Friedensaktivist und auch als Liedersänger bekannt.

„Die Grenzen verlaufen nicht zwischen den Völkern, sondern zwischen Unten und Oben, zwischen Arbeit und Kapital“ – das erlebe ich als Gewerkschafter in jedem Tarifkonflikt. Wer gegen Einwanderer und Flüchtlinge, gegen Andersfarbige und Andersgläubige hetzt, spaltet die arbeitenden Menschen und die sozial Benachteiligten und verhindert so das gemeinsame Eintreten für unsere gemeinsamen Interessen. Unsere Alternativen sind sozial, nicht deutschnational!

Wir brauchen nicht nur einen Regierungswechsel, sondern einen politischen Kurswechsel: Einkommen und Renten, die für ein gutes Leben reichen; weg mit Leiharbeit, Befristungen ohne sachlichen Grund und dem Missbrauch von Werkverträgen; erschwingliche Mieten; mehr Geld für Bildung und Gesundheit sowie für die Kommunen; stärkere Heranziehung der Millionäre und Milliardäre zu den öffentlichen Ausgaben.

Dieser Kurswechsel kann nicht allein mit dem Stimmzettel erreicht werden, sondern nur durch mehr Bewegung von unten. Auch das erlebe ich in jeder Tarifrunde: die Durchsetzung der Interessen der arbeitenden Menschen ist nur möglich durch ihre eigene Aktivität und Organisierung. Diese Erfahrung möchte ich auch in den Wahlkampf einbringen.

Nach zwei Weltkriegen, die das deutsche Großkapital angezettelt hat, soll von Deutschland endlich Frieden ausgehen, nicht Waffenexporte und Krieg – auch das gehört zu dem Kurswechsel, den wir brauchen. Darum: Schluss mit deutschen Großmachtträumen!

In der Bewegung für den Frieden haben wir es mit den gleichen Gegnern zu tun wie im Kampf um mehr Lohn und sichere Arbeit: mit den großen Konzernen und Banken. Deren Macht müssen wir zurückdrängen und letztlich überwinden. Die Interessen der Arbeitenden werden nicht durch Kriegseinsätze der Bundeswehr verteidigt, sondern durch Kampfeinsätze der Gewerkschaften.“

Dem Krieg keinen Frieden

Vortrag und Diskussion mit Jan Meier, Vorsitzender der SDAJ
Syrien, Irak, Afghanistan, Mali und Somalia,, Libanon, Kosovo, im Mittelmeer – die Liste der deutschen Bundeswehreinsätze wird immer länger. Offizielle Erklärung: „Wir müssen Verantwortung in der Welt übernehmen“. Auch deshalb, weil der Weltpolizist USA scheinbar unberechenbar geworden ist.

Übersetzt bedeutet das, Deutschland will mit politischen, wirtschaftlichen und militärischen Mitteln seine Weltmachtstellung, seine Einflussgebiete und Absatzmärkte überall auf der Welt ausweiten. Wir möchten mit Euch diskutieren:
# wer in Deutschland vom Krieg profitiert,
# was der Jugendverband SDAJ (Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend) bisher getan hat, um diese Profiteure zu outen und
# wie der Kampf gegen die Militarisierung Deutschlands weitergeht.

Im zweiten Teil des Abends wird das „Festival der Jugend“ vorgestellt – eine Veranstaltung der SDAJ zu Pfingsten 2017 im Jugendpark Köln (https://www.festival-der-jugend.de/). Dabei können auch Möglichkeiten zur gemeinsamen An- und Rückreise geklärt werden.

17. Mai 2017, 18-19.30 Uhr, Lagerhalle Osnabrück, Raum 207
Eine gemeinsame Veranstaltung von SDAJ & DKP Osnabrück

Veranstaltung

9. August, 18:30 Uhr
Pizzeria „Zum Steinofen/Neue Wege II“,
Bremer Str. 60, Osnabrück
Arbeiterlieder-Abend
mit Achim Bigus

Gruppentermin

20. September 2017, 19 Uhr
Lagerhalle, Raum 207
Gruppenabend der DKP Osnabrück