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Wahrgenommen

Ergebnis der DKP Osnabrück bei der Bundestagswahl 2017
Von Achim Bigus
Unsere Eigenkandidatur war in Osnabrück umstritten: Hat unsere DKP-Gruppe, geschwächt durch Austritte im Zuge der Parteiauseinandersetzung und Umzüge, noch die Kraft für eine Wahlkampagne? Ist angesichts der Rechtsentwicklung unsere Eigenkandidatur nicht ein falsches Signal der Zersplitterung der Linkskräfte?
Wir fragten uns aber auch: Wie können wir die Kandidatur für unsere Arbeit vor Ort nutzen? In den letzten Jahren waren wir in Osnabrück vor allem durch die Mitarbeit Einzelner in Gewerkschaften, antifaschistischer und Friedensbewegung sowie bei Volkswagen über unsere Betriebszeitung „Roter Käfer“ sichtbar. Infostände und Veranstaltungen hatten Seltenheitswert. Wir setzten uns die Ziele:
1. mit unseren Positionen für eine breitere Öffentlichkeit über die Aktiven in Gewerkschaften und Bewegungen und das VW-Werk hinaus sichtbar zu werden,
2. als Gruppe wieder stärker in Aktion zu treten (z. B. Infostände) und
3. über die Direktkandidatur eines in Osnabrück bekannten Kommunisten unserer Politik stärker ein Gesicht zu geben, weil Verankerung nicht durch Wahlkämpfe erreicht wird, sondern durch langfristige Kleinarbeit konkreter Personen vor Ort.
Ohne die aktive Unterstützung durch Genossen, Freunde und Bündnispartner vor allem aus der Antifa- und Friedensarbeit, aus anderen linken Strukturen (Marx21, KPD) und der SDAJ hätten wir paar aktive DKP-Mitglieder die Kampagne nicht stemmen können: Infostände vor allem auf Wochenmärkten, eine gemeinsame Veranstaltung mit der „Linken“ (zu VW), ein Liederabend von Solid und SDAJ sowie drei eigene Veranstaltungen, ca. 120 Plakate und die Verteilung von über 2 000 Flyern in einem Wohngebiet und einem „Roten Käfer“.
Zu unserem Ergebnis fand die Neue Osnabrücker Zeitung „bemerkenswert: Die kommunistische DKP hat in der Stadt mit 0,06 Prozent (56 Stimmen) ein kaum wahrnehmbares Ergebnis erzielt, aber der DKP-Direktkandidat holte persönlich 0,7 Prozent (677 Stimmen). Bigus ist in der Stadt als kämpferischer Betriebsrat bekannt.“ Im gesamten Wahlkreis 39 hatten wir nur 77 Zweitstimmen, aber 958 Menschen (0,6 Prozent) nutzten ihre Erststimme für ein „Statement“, wie mir eine Wählerin treffend sagte.

Neue Betriebszeitung „Roter Käfer“

Die neue DKP-Betriebszeitung für Osnabrück, „Roter Käfer“ ist erschienen: Roter Kaefer 1709

Die Themen:
# Konzern betrügt – Leiharbeiter zahlen
# Wem gehört VW
# Während der Arbeitszeit für höhere Renten
# Achim Bigus im Kandidatencheck
# Armut: Regierung entlarvt sich selbst

Achim Bigus bei Radio ver.di-Welle

Die Kolleginnen und Kollegen der „Radio Verdi Welle“ (osradio 104,8) hatten die Direktkandidatin der Linkspartei und den Direktkandidaten der DKP, Achim Bigus, zu Gast. Die Sendung könnt ihr hier hören:
Radio verdiWelle

Mittwoch, 20. September, 19 Uhr
Lagerhalle Osnabrück, Raum 207
Wie wirken Befristungen, Leiharbeit und Missbrauch von Werkverträgen?
Vortrag und Diskussion mit
Achim Bigus, Direktkandidat der DKP

Kalla Wefels Heimatabend

17.09.2017 – 19.00 Lagerhalle – Foyer

Bundestagswahl 2017

Die Osnabrücker Direktkandidatinnen und -kandidaten der Parteien stellen sich den Fragen des Heimatabend-Publikums

Gästeliste in der Reihenfolge des Wahlzettels:

Dr. Mathias Middelberg – CDU

Antje Schulte-Schoh – SPD

Günther Westermann – Die Grünen

Giesela Brandes-Steggewentz – Die Linke

Thomas Thiele – FDP

Bigus, Achim – DKP

Moderation: Heiko Schulze & Kalla Wefel

Der nächste Heimatabend verspricht spannender als der Tatort zu werden, denn sämtliche Osnabrücker Direktkandidatinnen und -kandidaten der Parteien für den Bundestag haben ihr Erscheinen am 17.09.2017 um 19.00 Uhr in der Lagerhalle zugesagt.

Sie werden sich den konkreten Fragen des Publikums und der Moderatoren stellen, vermutlich um keine Antwort verlegen sein und womöglich auch auf nie gestellte Fragen Antworten wissen.

Sicherlich geht es aber auch darum, die Direktkandidaten einfach mal genauer kennenzulernen, um herauszufinden, wer von ihnen Osnabrück in Berlin mit welchen politischen Schwerpunktthemen vertreten will.

Moderiert wird der Abend gemeinsam von Heiko Schulze und Kalla Wefel.

Nicht vergessen: Reservierte Plätze sollten bis 18.45 (!) eingenommen werden, denn danach wird der Raum für den Saalsturm frei gegeben. Es gibt praktisch auf jedem(!) Heimatabend noch genügend freie Plätze auch für Nachrücker, da stets viel mehr Leute reservieren, als am Ende wirklich erscheinen. Platzreservierungen am schnellsten per Mail an heimatabend@t-online.de oder telefonisch über die Lagerhalle 33 87 40. Reserviert heißt übrigens nur, dass der Einlass bis 18:45 gesichert ist, nichts anderes. Es gibt keine Karten, nur Eintragungen auf der Reservierungsliste!